Die Sicherheit der Gesundheitskarte


News.de berichtet aktuell in einem feature über die neue Gesundheitskarte und deren Sicherheit. Die elektronische Gesundheitskarte muss die Sicherheit der Patientendaten gewährleisten – aber sie muss kommen. Sie könnte ein großer Schritt zu mehr Effizienz im Gesundheitswesen sein. Und sogar Menschenleben retten. So berichtet news.de in einem neuen Artikel.

Dabei wird vor allem die aktuelle „papiergebundene“ Dokumentation in den meisten Praxen mit dem Sicherheitsstandard der neuen eGK verglichen. Unter anderem heisst es:

Arztpraxen und Kliniken sind vollgestopft mit teurer, moderner Technik. Nur bei der Verwaltung der Patientendaten hat die Entwicklung nicht Schritt gehalten. Da muss oftmals noch der gute alte Karteikasten herhalten – Zustände wie vor 30 Jahren.

Das mag romantisch klingen, ist in Wirklichkeit aber ein gefährliches Spiel mit der Gesundheit der Patienten. Denn die fortschreitende Spezialisierung in der Medizin hat dazu geführt, dass Patienten heute immer öfter in immer mehr verschiedenen Praxen behandelt werden. Vom Hausarzt geht es zum Facharzt, von dort vielleicht in die Klinik und danach zur Physiotherapie – und überall dort ist der Patient ein unbeschriebenes Blatt.

Das ist teurer und gefährlicher Unsinn – und in weniger verkrusteten Bereichen als dem Gesundheitswesen hätte es längst zu einem Aufschrei der Empörung geführt. Ein Beispiel: Kein Mensch würde in der Autowerkstatt zustimmen, wenn der Mechaniker sofort das Öl wechseln, die Bremsen erneuern und die Abgaswerte testen will – obwohl all das gerade erst ein paar Tage zuvor gemacht und im Serviceheft dokumentiert wurde.

Interessanterweise wird diese herkömmliche Dokumentation in keiner Weise in Frage gestellt. Die angebliche Unsicherheit der neuen eGK jedoch fortlaufend. Der Autor jedenfalls kommt zu der Schlussfolgerung, das das Problem des Datenschutzes bei der elektronischen Gesundheitskarte  zufriedenstellend gelöst werden muss. Doch die Karte muss kommen, so der Artikel und zwar dringend. Denn sie wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur optimalen und effizienten Versorgung der Patienten. Zudem sollten die Kritiker der elektronischen Gesundheitskarte noch eins bedenken: Für wirklich sichere Patientendaten ist der Karteikasten definitiv auch der falsche Ort, so der Autor.

An anderer Stelle wird in einer Glosse unter dem Namen „Lester Maul“ sehr schön zusammengefasst:

Ich kann die Hysterie nicht verstehen, früher ist man einfach beim Arzt eingebrochen oder hat ihn abends nach dem fünften Bier ausgefragt. Das war allemal einfacher als einen mehrfach verschlüsselten Code zu knacken.

Da gibt es aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen.

Quelle: news.de

3 Antworten

  1. […] Article (German) Dr.med.Krause – Weblog Medizin IT und Telemedizin, 8 November 2009 SHARETHIS.addEntry({ title: "Die Sicherheit der Gesundheitskarte", url: "http://articles.icmcc.org/2009/11/08/die-sicherheit-der-gesundheitskarte/" }); […]

  2. Die elektronischen Gesundheitskarte ist unsicher, weil die Daten NiCHT auf der Karte gespeichert werden, sondern ZENTRAL auf nur EINEM Server Bundesweit!

    Ein „unbeabsichtigter“ Datenverlust, Missbrauch, Einsicht durch nicht Befugte ist also vorprogrammiert und kann gar nicht unterbunden werden..!

    Wir haben z.B. bei Bahn und Telekom genug Datenschutzskandale erlebt, die genau die Schicherheitslage aufzeigen..

    Warten wir also lieber nicht auf den Verlust der ersten intimsten Krankheits-Datensätze der Bundebürger..

    Die Privaten Krankenversicherer lecken sich schon die Finger danach und wenn sie die Daten einmal haben, möchte ich sehen, welcher AIDS-Infizierter noch versichert wird..!
    ..Oder die Prämien auf einmal auf 1000,- Euro im Monat steigen! Und man dem Datamining hilflos ausgeliefert ist, das andere Versicherungen jetzt schon illegal betreiben…

  3. Siehe hierzu den Artikel: http://www.news.de/technik/855031564/wie-sicher-ist-die-gesundheitskarte/1/
    dort heisst es: „Zudem wird es keine zentralen Server mit allen Daten geben, so Marks. Stattdessen liegen die Patientenakten auf verteilten Servern bei den jeweiligen Dienstleistern und nicht jedes System könne mit einem beliebigen anderen kommunizieren. Zudem ist zum Lesen und Versenden von Daten immer auch der Heilberufsausweis des Behandelnden und die Zustimmung des Patienten nötig – zum Beispiel über eine persönliche Pin-Nummer, die dieser zusätzlich eingeben muss.“. damit ist alles gesagt, es gibt keine zentrale Speicherung, sondern eine dezentrale

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