Deutsche wollen Telemedizin


videokonferenzFoto : creative commons flickr.de Autor Andy G

Das Foto zeigt ein medizinisches Videokonferenzsystem

Unter dem oben genannten Titel wurde ein interessanter Beitrag bei silicon.de veröffentlicht

59,8 Prozent der Deutschen über 65 Jahre wollen Telemedizin nutzen, um länger in ihrer gewohnten Umgebung leben zu können. Das hat eine Umfrage des Verbands Bitkom ergeben. So jedenfalls berichtet silicon.de in  einem aktuellen Artikel.

Weiter heisst es:

So könnten zum Beispiel Pflegebedürftige und chronisch Kranke von den altersgerechten Assistenzsystemen profitieren. „Wir appellieren an den gemeinsamen Bundesausschuss, jetzt die notwendigen Entscheidungen zu treffen.“ Der gemeinsame Bundesausschuss ist das oberste Beschlussgremium der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen.

In den kommenden Jahren wird die Zahl der Pflegebedürftigen und chronisch Kranken deutlich steigen – schon aus demografischen Gründen. Scheer: „Das Gesundheitssystem muss auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung eingestellt werden. Der Einsatz der Telemedizin als Alternative zur stationären Behandlung sollte daher noch aktiver gefördert werden.“

Geräte der Ferndiagnose, sogenannte Tele-Monitoring-Systeme, sind für viele ältere Menschen besonders interessant. Diese Technologien bieten sich zum Beispiel für die Versorgung von Herz-Kreislauf-Patienten an. Dabei senden Sensoren per Mobilfunk oder Internet regelmäßig medizinische Daten wie Blutdruck, Puls, Gewicht oder ein EKG an ein telemedizinisches Zentrum, ein Krankenhaus oder einen Arzt. Treten kritische Werte auf, werden die Mediziner frühzeitig informiert und können entsprechend handeln.

Wie ich bereits berichtete, sind telemedizinische Anwendungen nur dann sinnvoll, wenn die Anwendungen sektorübergreifend verbunden sind, also Krankenhäuser, Arztpraxen ggf. Patienten vernetzt sind. Wegen des  Pioniercharakters  sind die technischen Anforderungen an die Beteiligten noch hoch. Das betrifft nicht nur die medizinischen, sondern auch die technischen Anforderungen und die Konzeption. Aus diesem Grunde halte ich die aktuell im Aufbau begriffene Telematikinfrastruktur (elektronische Gesundheitskarte) für zentral um zukünftig das telemedizinische Angebot in der erwähnten Weise weiter auszubauen.

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