Streit innerhalb der Ärzteschaft – keine eGK-Lesegeräte kaufen ?


Die Vollversammlung der KV Nordrhein hat die KV-Spitze aufgefordert, den Rollout der elektronischen Gesundheitskarte in Nordrhein auszusetzen. Sie fordert die Kollegen auch auf, keine Kartenlesegeräte zu kaufen, berichten Sitzungsteilnehmer.

Bei der VV waren rund 70 Basisärzte sowie zahlreiche Mitglieder der freien Ärzteschaft zeitweise oder ständig anwesend, berichten Teilnehmer der Sitzung. Teilweise seien zu den Themen Honorar, Perspektive des KV-Systems und e-Card massive Unmutsäußerungen der Besucher laut geworden. Besonders zum Thema eCard seien diese so heftig gewesen, dass die Vorsitzende der VV, Frau Friedländer, mehrfach mit Abbruch der Versammlung drohte.

Die Resolution lautete:

Die VV wiederholt ihre Aufforderung an den Vorstand der KV zur Aufnahme von Verhandlungen zum Aussetzen des rollout der e-card in Nordrhein.

Die VV unterstützt gleichzeitig die Aufforderung des Präsidenten der Bundesärztekammer der Ärztekammer Nordrhein:

„Derzeit keine Lesegeräte anschaffen“

„Die Ärztekammer Nordrhein empfiehlt den Ärzten im Rheinland, zurzeit keine Geräte zum Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte anzuschaffen. …Nach Auffassung der ÄKNo ist eine Denkpause erforderlich, solange wesentliche Systemfragen offen sind . …Solange wesentliche Punkte in der Diskussion sind, sollten die Ärzte und Ärztinnen nicht zu übereiltem Handeln gedrängt werden.“

Zuvor schon haben Ärztekammer und KV über den Einsatz der Lesegeräte in den Praxen gestritten. Während die ÄKNo für eine „Denkpause“ plädiert, setzt die KVNo auf die Ausrüstung der Praxen mit Lesegeräten. Die neuen Lesegeräte seien problemlos einsetzbar und liefen reibungslos, sagte dagegen KVNo-Chef Dr. Leonhard Hansen. „Anderslautende Behauptungen der Ärztekammer Nordrhein entbehren jeder Grundlage.“

Nordrheinische Ärzte, die zwischen 15. März und 31. Juli neue Lesegeräte für die elektronische Gesundheitskarte anschaffen, erhalten pauschal 430 Euro für ein stationäres Lesegerät, 375 Euro für ein mobiles Gerät und 215 Euro als Installationspauschale.

Meines Erachtens nach ist die Entscheidung längst gefallen für einen Protest ist es zu spät. Die Patienten werden ab Mitte des Jahres mit den neuen Karten kommen, so dass man die neuen Lesegeräte kaufen sollte.

Quelle:

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