Die neuen Kartenterminals – Überblick


Im folgenden wollte ich die Vor- und Nachteile der Geräte aus meiner Sicht tabellarisch zusammenfassen. Die Geräte werden im blog alle noch im einzelnen besprochen, falls nicht bereits geschehen.

Im Offlinebetrieb werden anfangs alle diese Gerät noch einige Zeit wie die alten Geräte auch betrieben. Es werden die Versicherungskarten der Patienten eingelesen, die nach und nach gegen die neuen eGK ersetzt werden. Für die Praxis ändert sich in diesem Betrieb schlicht nichts. Signiert –  im Sinne des Signaturgesetzes für das elektronische Rezept – wird in diesem Betrieb schlicht nichts, allenfalls die Abrechnung wird in Nordrhein ab dem Ende des 2. Quartals signiert, das ist aber eine Softwareproblematik, keine Signatur im Sinne der eRezept Signatur. Nur hierfür wird momenatan die Funktion als HBA Leser überhaupt gebraucht.

Im Onlinebetrieb (wohl nicht vor 2012) müssen alle Kartenlesegeräte direkt an das Praxisnetzt angeschlossen werden zusammen mit einem Konnektor. Dafür ist ein LAN Anschluß am besten mit switch sinnvoll. Erst dann müssen für jeden Arzt ein HBA Leser vorhanden sein für den jeweligen Arztausweis, wobei die Karte tags im Leser verbleibt und nur morgens die PIN eingegeben wird. Die eRezepte werden dann elektronisch signiert ohne dass die PIN jeweils noch einmal eingegeben werden müsste, dieser als Komfortsignatur bezeichnete Vorgang geschieht mittels token oder RFIT Karte oder fingerprint sensor. Dafür müssen in den Untersuchungszimmern jeweils solche Geräte ans LAN angschlossen werden und der Leser einen Erweiterungsanschluß hierfür haben (z.B. USB). Das alles setzt eine Infrastruktur mit zentralen Servern für die Rezpte auch in den Apotheken und bei den Krankenkassen voraus, die Installation dieser Strukturen dauert sicher noch Jahre.

Tabellarischer Überblick über die wichtigsten Geräte

Omnikey Card Star Hypercom ORGA SCM Cherry

ST-1503

Cherry

G87-1504

Anschluß an Rechner

-LAN

+ + + + + +
-mit  switch Nicht Lieferumfang + + + + Translating Proxy Translating Proxy
-seriell + + + (+)

mit Zubehör

-USB + + + + + +
Erweiterbar via USB + + + + +
Lieferbar mit mehr als 2 Kartensteckplätzen +

bis 8

2 Kartensteckplätze + + + + + + +
Dockingstation für mobiles Terminal +
Druckeranschluß am Kartenterminal +
Softwareupdatefähig ohne einzuschicken + ? + ? ? + +
Erweiterbar für Onlinebetrieb + + + + + + +
Komfortsignatur auch offline (+) ? * *
  • Geplant, aber aufgrund der fehlenden Spezifikationen nicht umgesetzt. Soll für den Online Rollout angeboten werden.

Von vorneherein wichtig scheinen mit die Anschlußmöglichkeiten seriell für den momentanen Offlinebetrieb wie bisher und LAN mit switch zu sein, da meistens in einer Praxis nur soviel LAN Anschlüsse wie Rechner vorhanden sind und im späteren Onlinebetrieb die Kartenterminals direkt am Netz hängen müssen, somit also ein switch notwendig ist. Ein Anschluß via USB ist unter teminal server zumindest schwierig. Das Gerät sollte via USB erweiterbar sein z.B. um einen RFID Kartenleser oder ein fingerprint-terminal für den Onlinebetrieb anschließen zu können. Die dazu nötige Softwareerweiterung sollte vor Ort in der Praxis aufspielbar sein, also ohne das Gerät einschicken zu müssen.

Die Komfortsignatur ist per Definition erst im Onlinebetrieb möglich und sinnvoll,  in einem aktuell „Offline-Gerät“ also nur bedingt sinnvoll, was den Vorteil des Omnikey Gerätes relativiert, zumal es keinen USB Anschluß hat.

Nachtrag: die Tabelle wurde am 24.9.10 um die Cherry Geräte aktualisiert. Einen herzlichen Dank an Uwe Harasko, Produkt Manager/Product Manager Computer Input Devices ZF Electronics GmbH

5 Antworten

  1. […] über mich Die neuen Kartenterminals – Überblick SAGEM Monetel ORGA 6041 L eGKSCM Microsystems – eHealth 200 BCSMindestkriterien für Telemedizin in […]

  2. Das SCM Gerät ist vor Ort Softwareupdatefähig.

    Ein entscheidendes Merkmal für einen komfortablen und fehlerfreien Betrieb ist ein großes, grafisches Display mit visueller Benutzerführung. Das SCM Gerät löst das vorbildlich.

    Praxisgemeinschaften können bis zu 8 HBA Signaturen auf eine HBA Karte laden. Somit besteht keine Notwendigkeit für mehr als einen HBA Kartenslot im Gerät. Wichtiger ist vielmehr eine gute Ergonomie zwischen Größe und Gewicht, da das Gerät ja auch über den Tresen zum Patienten gereicht werden muss.

  3. […] und Hypertensiologie“über mich Hypercom medCompact 2.0 1 oder 2 slot – lieferbar für mehrere HBAsDie neuen Kartenterminals – Überblick elektronischer Arztbrief – eine StandortbestimmungProbleme beim Förderprojekt „Online Abrechnung […]

  4. Herzlichen Dank für den Kommentar und die Info. Wenn Sie neue und weitere Infos zu dem Gerät haben wenden Sie sich bitte per E-mail an mich, ich werde diese hier gerne posten.
    Dr. Dietmar Krause

  5. […] Input Devices von ZF Electronics GmbH habe ich den älteren Artikel erweitert. Sie finden ihn hier. Unverändert gibt es hier den Überblick über die […]

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