Bundesweiter Rollout von eGK Lesegeräten vom 1. April bis 30. September 2011 geplant


Darauf haben sich auch die regionalen KV’en bei einem Treffen am Donnerstag, den 13. Januar in Berlin verständigt. Mit einem gestaffelten Rollout (Zwiebelschalenmodell) ist derzeit nicht zu rechnen. Dies teilte mir Stefan Frenzel, Director eGovernment Germany HID Global GmbH, heute mit.  Es ist vermutlich zu erwarten, dass die Ausgabe des 10%  Anteils an eGKs ab 1.10 beginnt.

Ich hatte bereits berichtet, dass die Ausgaben für die Geräte in den Praxen bezuschusst werden.

Quelle: persönliche Mitteilung

Medizin-EDV

CARD STAR /memo3 als mobiles Lesegerät für die eGK zugelassen


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Die Eckdaten

Mandantenfähigkeit: bis zu 16 Anwender können sich ein Terminal mit jeweils eigenem Speicherbereich teilen

Benutzerfreundlich: größtes s/w-Display mit 50 mm Bildschirmdiagonale und 128 x 128 Pixel Auflösung zeigt auch Notfalldaten (Stufe 2) perfekt an

Dockingfunktion: Anschluss über ein stationäres CARD STAR /medic2 ohne zusätzliche Treiber möglich

Vielseitig: Alle CARD STAR Terminals ermöglichen die Bedruckung ärztlicher Formulare auch ohne PC-Anschluss. Das CARD STAR /memo3 ermöglicht zusätzlich auch die Auswahl zahnärztlicher Formulare.

Sicherheit: Gehäuseschutz gegen Manipulationen analog zu eHealth-BCS-Terminals

Installation: Da CARD STAR /memo3 die bisherigen Treiber und CT-API des CARD STAR /medic2 verwendet, benötigt das neue Terminal für den Dockingbetrieb keinerlei zusätzliche Installation.

Kompatibilität: Aus gleichem Grund ist das Gerät mit allen Praxisverwaltungssystemen kompatibel, die unsere bisherigen CARD STAR Terminals unterstützen.

Service: Auch für das CARD STAR /memo3 steht das Admin-Reset-Verfahren zur Verfügung, das ein Einsenden des Gerätes bei vergessener Admin-PIN hinfällig macht.

Preisgünstig: Verwendung von preiswertem Handy-Lade-Zubehör mit Micro-USB-Anschluss

CARD STAR /memo3 wird aktuell (Ende Novemeber 2010) zum Preis von 355,81 Euro inkl. Mwst (UVP) angeboten.

Ich danke Herrn Rainer  Czmok,Vertriebsleiter der Celectronic eHealth Division für die Informationen

Prospektblätter:

Card Star memo 2 und 3

Modell 6020-4

Model 6020-4 neu

Basisgerät

Quelle:

Hersteller

Webshop CCV

Webshop Via da Vinci.dialog GmbH

Kassen protestieren gegen die Maßnahmen zur beschleunigten eGK Einführung [Update]


Wie von mir berichtet, drohen den gesetzlichen Krankenkassen empfindliche Geldstrafen, wenn sie nicht bis Ende 2011 mindestens 10% ihrer Versicherten mit der Gesundheitskarte ausstatten.

In einer aktuellen Stellungnahme protestiert der GKV Dachverband gegen diese Gesetzesänderung, die unmittelbar bevorsteht:

„Den vorgeschlagenen Änderungsantrag, wonach die Kassen mit einer Kürzung ihrer Verwaltungskosten in Höhe von zwei Prozent ‚bestraft’ werden, wenn sie nicht bis Ende 2011 an mindestens zehn Prozent ihrer Versicherten die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ausgegeben haben, halten wir weder für sachgerecht noch für angemessen. Vielmehr birgt er die Gefahr, dass die Kassen zu unwirtschaftlichem Verhalten gezwungen werden, um die vorgesehenen finanziellen Konsequenzen zu vermeiden.

Zurzeit müssen wir davon ausgehen, dass bis zu dem avisierten Termin bei Weitem nicht alle Arzt- und Zahnarztpraxen mit Kartenlesegeräten ausgestattet sein werden. Denn dafür müsste die Ärzteschaft bereits jetzt beginnen, umfängliche logistische Voraussetzungen zu schaffen. Wenn die Arztpraxen nicht mehrheitlich über moderne Kartenlesegeräte verfügen, müssten die Versicherten auf absehbare Zeit zwei Karten mit sich führen – eine alte und eine neue Versichertenkarte. Hinzu kommt: Ändern sich Versichertendaten, müssten zudem immer zwei Karten ausgetauscht werden, da eine Online-Aktualisierung noch nicht zur Verfügung steht.

Es drohe ein Chaos in den Praxen, wird behauptet.

Insgesamt kann man aus dieser Reaktion ableiten, dass die Kassen nicht vor hatten 2011 bereits mit der Ausgabe der eGK zu beginnen. Ansonsten ist die Reaktion nicht verständlich. Die Hersteller der Lesegeräte und der damit verbundenen Hardware jedoch können die Geräte nicht beliebig vorrätig halten und sind erwiesenermaßen wirtschaftlich teils bereits am Ende, haben sie doch große Investitionen getätigt, ohne bislang damit Umsätze tätigen zu können. Folgerichtig begrüßt der Dachverband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) die Maßnahme des Bundesgesundheitsministers.

Eine Stellungnahme des Bundesgesundheitsministers auf die Reaktion der GKV liegt bereits vor:

Zu den wiederholten Mahnungen des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte zu bremsen, sagt Staatsekretär Stefan Kapferer: “Ein modernes Gesundheitswesen benötigt funktionsfähige und sichere Wege der elektronischen Kommunikation und eine elektronische Gesundheitskarte. Patienten und Versicherte erwarten zu Recht, dass der Austausch
von Informationen zwischen Ärzten sicher und der Datenschutz gewährleistet ist und dass im Notfall wichtige medizinische Informationen schnell zur Verfügung stehen. Das soll das neue System leisten, außerdem wird die Karte zukünftig die unberechtigte Inanspruchnahme medizinischer Leistungen zu Lasten der Versichertengemeinschaft verhindern. Das spart Kosten und sollte im Interesse der Kassen sein.
Es ist mir unverständlich, wie die Kassen heute Regelungen in Frage stellen können, die sie gestern noch selbst beschlossen haben. Ich fordere alle Beteiligten auf, sich an die gemeinsamen Absprachen zu halten und diese zügig umzusetzen.”

Demnach ist eine Änderung des Vorhabens nicht zu erwarten. Zu Recht, wie ich meine.

[Update vom 8.11.10]: Den originalen Gesetzestext bzw. den Änderungsantrag gibt es hier.

Quellen:

Welt

BMG Bund

Stellungnahme GKV

Stellungnahme BITKOM

Gesetzestext / Änderungsantrag

Praxisgebühr wird bald per Gesundheitskarte eingezogen


Kassenpatienten werden die Praxisgebühr in Zukunft  nicht mehr mit Bargeld bezahlen müssen. Dazu soll ein automatisches Verfahren eingerichtet werden. Ein entsprechendes Gesetz soll im nächsten Jahr beschlossen werden. Dies berichtet “Die Welt” in ihrer Ausgabe vom 4.11.10.

Über ein entsprechendes Gerät, das aus meiner Sicht im Wesentlichen genau diesen Zweck hat, hatte ich bereits berichtet.

In dem Artikel wird Minister Rösler zitiert:

“Unser Ziel ist es, die Praxisgebühr über die elektronische Gesundheitskarte einzuziehen“, sagte Rösler bei einer Veranstaltung in der Berliner Charité. Für Ärzte und Patienten werde dies eine spürbare Erleichterung sein. Möglich werde das Verfahren, weil die Krankenkassen nun für jedes ihrer Mitglieder ein Konto eingerichtet hätten, auf dem sie die möglicherweise anfallenden Zusatzbeiträge verbuchen.

Für die Ärzte wäre dann sofort ersichtlich, ob die Gebühr schon entrichtet wurden. Einen zusätzlichen Bericht findet man bei finanzen.de.

Artikel zum Thema:

Welt

finanzen.de

Offenbar Einigung über bundesweite Pauschale für die eGK Kartenleser


Nachdem bereits vor längerer Zeit der Basisrollout für die eGK in Nordrhein stattgefunden hatte, hat man sich nun offenbar auch über die Kostenpauschalen für den Rest der Republik geeinigt und zwar offenbar gleich bundesweit, was für Eingeweihte auch erwartet worden war. Dies berichtet aktuell die Ärztezeitung.

Weiter heisst es:

Über die Höhe schwiegen sich die Vertreter allerdings noch aus. “Das Ergebnis muss erst verschriftlicht und unterzeichnet werden, bevor der Betrag bekannt gegeben wird”, sagte Ann Marini vom GKV-Spitzenverband zur “Ärzte Zeitung”.

Ich werde erneut berichten, sobald weiteres zu erfahren ist.

Quelle:

Ärztezeitung

als pdf

KKH Allianz stellt kombiniertes Lesegerät für elektronischen Personalausweis und eGK vor


Kombinierter Kartenleser für eGK und ePA

Sicherheitskit der KKH

Quelle: KKH Allianz, Herr Hesse Abt. für Organisationsberatung und Telematik (30.9.10)

Die KKH-Allianz hat auf der eHealth Conference in Hannover bereits am 14. September ein Kartenlesegerät vorgestellt, das sowohl für den elektronischen Personalausweis (ePA), die Krankenversichertenkarte als auch die künftige elektronische Gesundheitskarte (eGK) nutzbar ist. Versicherte der KKH-Allianz erhalten dieses Gerät auf Wunsch unentgeltlich,  für die Nutzung ist der ePA notwendig, der Ende des Jahres erhältlich ist.

Bei der Vorführung des Gerätes auf dem Messestand wurde deutlich, dass das Gerät aus Sicht des Versicherten vor allem die Praxisgebühr von 10 € elektronisch verwaltet, also auf Wunsch die 10 € in der Praxis bargeldlos entrichtet werden kann. Den Überblick darüber behält der Versichterte von zu Hause aus. Dafür wurde ein Sicherheitskit entworfen. Dazu heisst es in der Presserklärung:

Versicherte der KKH-Allianz erhalten dieses Gerät, mit dem sie in Kombination mit neuem Personalausweis, entsprechender Software und vorheriger Online-Registrierung ihre Identität im Internet nachweisen können, ab Oktober auf Wunsch kostenlos. Damit ist das IT-Sicherheitskit der Schlüssel für vielerlei Aktionen vom heimischen PC aus: gespeicherte Daten auf der eGK lesen, Online-Funktionen des nPA nutzen, beispielsweise ein Konto online eröffnen oder Dokumente elektronisch abzeichnen, oder auch die elektronische Gesundheitskarte für die Zahlung ärztlicher Leistungen nutzen.

Die Mittel für die Finanzierung des Kartenlesers stammen aus dem IT-Investitionsprogramm der Bundesregierung, wie das Ärzteblatt berichtet.

Nachtrag vom 30.9.10: Her Hesse von der Abt. Organisationsberatung und Telematik der KKH Allianz hat mir heute eine Foto des kombinierten Lesegerätes zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

Quelle:

Presserklärung

Ärzteblatt

Cherry eHealth Tastaturen und Terminals


In letzter Zeit konnte ich mir die Cherry eHealth terminals  näher ansehen. Einige wichtige Punkte sind erwähnenswert:

1. Das Cherry ST-1503 kann auch als BCS Terminal direkt im LAN betrieben werden. Sollte aus irgendwelchen Gründen der Betrieb lokal (über USB) nicht oder nur sehr langsam möglich sein, kann das Terminal ST-1503 als BCS Terminal auch gleich im LAN betrieben werden. Dies kann bei Krankenhäusern oder MVZ’s von besonderem Vorteil sein, da später in der Online Phase kein Umstecken der Geräte notwendig ist, und der Firmware Update dann auch zentral übers LAN erfolgen kann.

2. Die Tastatur G87-1504 sowie das Terminal ST-1503 können im Online Fall auch über USB mit dem Konnektor betrieben werden durch den Cherry Translating-Proxy. Details dazu finden sie auch unter http://www.idpendant.de/fileadmin/pdfs/2009_10_eHEALTH_Ausgabe4.pdf ab Seite 3.

3. Betrieb über Citrix oder Windows Terminal Services ist mit der Client-Server Software leicht möglich, obwohl es sich um USB Geräte handelt. Durch die Bündelung des Datenaustausches über ICA oder RDP sind die Geräte bei  der Anbindung von Nebenstellen besonders zuverlässig.

4. Cherry bietet eine Hotline für den Endkunden an http://www.cherry.de/deutsch/service/service_alle_adressen.htm

5. Der Firmware Update vom BCS Terminal auf das eHealth (SICCT) Terminal ist kostenlos.

Als ein sogenanntes weiches Kriterium möchte ich anfügen, dass Cherry seit Beginn der KVK 1993 ununterbrochen den Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten Lesegeräte zur Verfügung stellt und Support leistet.

Zusätzlich zu den eHealth-BCS Geräten werden auch noch MKT+ Terminals angeboten, welche bis zum Rollout der Konnektoren verwendet werden können. Besonders der ST-2052 bietet sich hier auch für die Signatur der Online Abrechnung z.B. mit D2D an.

Produktinformationen http://www.cherry.de/deutsch/produkte/eHealth.htm

Softwarekompatibilität http://www.cherry.de/deutsch/produkte/eHealth_Softwarezuordnung.htm

Treiberdownload http://www.cherry.de/deutsch/service/download.php

Client-Server Architektur

Windows Client http://www.cherry.de/files/manual/Cherry-eGK-KVK-Software-ClientServer-20081128-v012.pdf

Linux Client http://www.cherry.de/files/manual/Cherry-eGK-KVK-Software-ClientServer-LINUX-20100504-V015.pdf

Die Informationen verdanke ich Herrn Uwe Harasko von ZF electronics.

Quellen:

Übersicht Cherry Produkte

Die neuen Kartenterminals – Aktualisierung des Überblicks


Es wurde langsam Zeit, den tabellarischen Überblick über die eGK Kartenlesegeräte um  die Cherry  Geräte zu aktualisieren. Dank der Hilfe von Herrn Uwe Harasko, Produkt Manager Computer Input Devices von ZF Electronics GmbH habe ich den älteren Artikel erweitert. Sie finden ihn hier. Unverändert gibt es hier den Überblick über die Artikelserie.

gemalto GCR5500 – eHealth-BCS Kartenterminal für die elektronische Gesundheitskarte (eGK)


Das eHealth-BCS-Terminals GCR 5500 von gemalto ist der eGK-Nachfolger des bekannten GCR550 von Gemplus und wurde schon vor längerer Zeit von der gematik als eHealth-BCS-Terminal zugelassen. Das GCR 5500 eHealth-BCS Kartenterminal kann im Rahmen des Basis-Rollouts sofort in Betrieb genommen werden, da es sowohl Krankenversichertenkarten, als auch elektronische Gesundheitskarten lesen kann. Ein Ethernet-Anschluss zur Nutzung von Online-Diensten, USB-Optionen wie Bluetooth, WiFi und biometrische Identifizierungen sowie eine kontaktlose Option stehen zur Verfügung.

Das GCR 5500 kann sowohl die Krankenversichertenkarte (KVK) als auch die Elektronische Gesundheitskarte (eGK) verarbeiten und ins Praxisprogramm einlesen.

Quelle:

Viadavinci

Youtube Video

Teletrust sieht positive Signale zum Basis-Rollout der eGK


Der IT-Sicherheitsverband TeleTrusT Deutschland e.V. informiert heute in einer Pressemitteilung über das Ergebnis eines schriftlichen Anfrage der “SICCT-Arbeitsgruppe” des Verbandes an das Bundesgesundheitsministeriums betreffend den bundesweiten Basis-Rollout.

Die Arbeitsgruppe SICCT des TeleTrust Verbandes hat die Positionierung und Platzierung des SICCT-Standards als Basis für Kartenterminals zum Ziel, sowie die Weiterentwicklung und Pflege des interoperablen SICCT-Standards (Ver. 1.20), die Platzierung von SICCT als Basisstandard für unterschiedliche, branchenübergreifende Anwendungsbereiche und die Herausgabe eines Interoperabilitätssiegels auf Basis von SICCT. In dieser Arbeitsgruppe sind vor allem Kartenterminalhersteller organisiert.

In der Pressemitteilung wird berichtet, dass der namens des Ministeriums antwortende Ministerialdirigent Paland  auf mehrfache Klarstellungen des Ministers verweist, dass das Basis-Rollout von der laufenden Bestandsaufnahme und einem Moratorium unberührt sei. Ferner geht Paland von einem normal ablaufenden Basis-Rollout auf der Grundlage der Finanzierungsvereinbarungen der Selbstverwaltung aus, das in der Region Nordrhein zu einer flächendeckenden Verbreitung geeigneter Lesegeräte (Zahnärzte 94,4%; Ärzte 68,7%; Krankenhäuser 92,9%) geführt habe. Hinsichtlich der bundesweiten Ausweitung des Basis-Rollouts verweist Paland auf einen Bericht der nordrheinischen Leistungserbringerorganisationen, aus dem keine Gründe gegen eine bundesweite Einführung sprächen. Paland schließt seine Stellungnahme mit einem Wunsch an die Kartenterminalhersteller, auch weitere Anwendungen wie ‘KV-Safenet’, ‘D2D’ und das Hausarztmodell in Baden-Württemberg mit entsprechend sicherheitstechnisch zugelassenen Komponenten zu unterstützen.

Quelle: Pressemitteilung.

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